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WILO SE: weiter auf Erfolgskurs trotz Krise
Vorstellung des Jahresabschlusses 2009 vor der Presse
Dortmund. Trotz der Wirtschaftskrise gut behauptet hat sich auch im vergangenen Jahr die WILO SE (Dortmund), die mit 63 vollkonsolidierten Produktions- und Vertriebsgesellschaften in 43 Ländern zu den weltweit führenden Herstellern von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik sowie die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gehört. Bei der Jahrespressekonferenz am 4. Mai d. J. stellten Oliver Hermes, Vorstandssprecher der Wilo-Gruppe und zuständig für Finanzen, Controlling und Personal, und Dr.-Ing. Holger Krasmann, Vorstand Technik und Produktion, den Abschluss 2009 vor.
Konzernergebnis deutlich verbessert Das 1872 gegründete Familienunternehmen konnte sich in zentralen Bereichen deutlich verbessern. Trotz eines Umsatzrückgangs um 5,2 % auf 926,1 Mio. Euro stieg das Konzernergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr von 45,2 Mio. auf 68,6 Mio. Euro. Das EBIT ist um 2,6 % auf 90,9 Mio. Euro gesteigert worden. In Relation zum Umsatz stieg das EBIT von 9,1 % auf 9,8 %. Die Umsatzrendite lag bei 7,4 %. Das Eigenkapital verbesserte sich um 24,5 % auf 351,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf 47,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 42,3 %). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wuchs um 23,8 % auf 142,3 Mio. Euro. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die stark verbesserte Working Capital Performance zurückzuführen. Die Zahl der weltweit Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt leicht auf 6.027 Mitarbeiter (2008: 6.024).
Jahresabschluss im Detail
Den daraus resultierenden Verwerfungen auf den Märkten habe sich auch die Wilo-Gruppe beim Umsatz nicht entziehen können. Die Nachfrage habe sich regional sehr unterschiedlich entwickelt. Trotz Krise prosperiert habe mit einem Plus von 12,0 % der asiatische Markt, wo die Tochtergesellschaften in Indien, China und Korea unterschiedlich stark zum Umsatzwachstum beigetragen haben. Der stärkste Einbruch sei mit 18,4 % in Osteuropa zu verbuchen gewesen, während in Westeuropa ein Rückgang um 4,6 % zu verzeichnen war. Deutschland als für Wilo wichtigster Einzelmarkt habe sich mit einem leichten Minus von 0,9 % fast auf Vorjahresniveau behaupten können. Ohne Berücksichtigung der in 2009 rückläufigen OEM-Nachfrage seien die Umsätze in Deutschland sogar um 7,2 % gestiegen. In Amerika, Afrika und dem Mittleren Osten sei der Umsatz um 1,5 % gesunken.
Die im Sommer 2009 von Vorstand und Top-Management neu formulierte Unternehmensstrategie führe zu einer noch kundennäheren Ausrichtung der drei Marktsegmente Building Services, Water Management und Industry. Im Kernsegment Building Services konnten – trotz der Krise – in mehreren Ländern Marktanteile hinzu gewonnen werden. Im Segment Water Management seien strategische Weichenstellungen zum Ausbau als weitere wichtige Säule der Wilo-Geschäftstätigkeit vorgenommen worden, auch im Segment Industry sei in den nächsten Jahren im Rahmen einer selektiven Strategie Wachstum geplant.
Anschließend erläuterte Oliver Hermes weitere Einzelpositionen des Jahresabschlusses 2009. Die Steigerung des EBIT und der EBIT-Marge sei vorrangig auf eine konsequente Kostendisziplin vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise sowie auf Maßnahmen zur Effizienz- und Ertragsverbesserung zurückzuführen. So habe man die allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten um 2,9 % (= 7,4 Mio. Euro) reduzieren können. Die Veränderungen im Finanzergebnis seien beeinflusst worden durch im Bestand befindliche Derivate zur Preisabsicherung bei Fremdwährungsgeschäften und der Beschaffung von Rohstoffen.
Zufrieden zeigte sich der Vorstandssprecher mit der Vermögenslage des Konzerns. So sei die Bilanzsumme 2009 um 10,3 % auf 736,8 Mio. Euro gestiegen. Dabei erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 3,8 % auf 261,0 Mio. Euro und die kurzfristigen Vermögenswerte um 14,2 % auf 475,8 Mio. Euro. Hermes weiter: „Unser deutlich effektiveres Working Capital Management hat – zusammen mit dem Kosten-Management und der Konzentration auf strategische Investitionen – dazu beigetragen, dass sich der Bestand an liquiden Mitteln gegenüber dem Vorjahr um 94,9 Mio. auf 140,4 Mio. Euro mehr als verdreifacht hat. Hierdurch haben wir die Innenfinanzierungskraft substanziell gestärkt. So bewahren wir unsere finanzielle Unabhängigkeit, da durch die anhaltende Verunsicherung auf den Finanz- und Kapitalmärkten der Zugang zu finanziellen Ressourcen schwierig bleibt.“
Technologieführerschaft durch konsequente Innovation
Als Beispiel für erfolgreiche Produktentwicklung nannte Dr. Krasmann die besonders stromsparende Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos PICO“ für Heizung und Klima, die durch einen neu entwickelten Pumpenmotor eine bisher nicht erreichte Energieeffizienz ermögliche. Mit bis zu 90 % Stromkosteneinsparung im Vergleich zu alten ungeregelten Heizungspumpen sei sie effizienter als jede andere Pumpe der Energieeffizienzklasse A. Schon kurz nach der Messepremiere im März 2009 habe eine stark wachsende Nachfrage eingesetzt, durch die die neue Hocheffizienzpumpe sehr erfolgreich in den Markt gestartet sei.
Dr. Krasmann verwies in dem Zusammenhang auf die weitreichenden Auswirkungen der neuen EuP-Richtlinie auf Hersteller, Verarbeiter, Investoren und Nutzer. Danach dürfen ab Januar 2013 in der Europäischen Union nur noch Nassläufer-Umwälzpumpen mit EU-Label der Energieeffizienzklasse A verkauft werden. Ab August 2015 wird der Energieeffizienzindex (EEI) weiter gesenkt. Über 90 % aller derzeit am deutschen Markt angebotenen Pumpen erfüllen diese Ansprüche nicht. Die Verschärfung der Anforderungen werde den größten Teil des derzeitigen Produktangebots eliminieren und einen massiven Innovationsschub zur Entwicklung neuer, noch effizienterer Pumpen auslösen. Wilo sei gut vorbereitet auf diese erhöhten technischen Herausforderungen, die dazu beitragen würden, in puncto Markenqualität die Spreu vom Weizen zu trennen. So entspreche die „Wilo-Stratos PICO“ bereits heute den Anforderungen der zweiten Stufe der EuP-Richtlinie.
Seinen Anspruch auf Technologieführerschaft bei der Energieeffizienz habe der Hersteller im Jahr 2009 auch durch die Markteinführung des Dezentralen Pumpensystems „Wilo-Geniax“ nachhaltig unterstrichen, das eine Senkung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich 20 % ermögliche. Ausgangsidee sei die Weiterentwicklung der bisherigen „Angebotsheizung“ mit einer zentralen Heizungspumpe zur „Bedarfsheizung“ gewesen, deren dezentrale, an den Heizkreisen bzw. Heizflächen angebrachte Miniaturpumpen nur aktiviert werden, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. Im Laufe der komplexen Entwicklung seien 32 Patente angemeldet worden. Als wichtigste Systemvorteile nannte Dr. Krasmann die hohe Regelgüte, die Komfortsteigerung und den automatischen hydraulischen Abgleich. „Wilo-Geniax“ erfülle alle Voraussetzungen, um sich langfristig als ökonomisch und ökologisch wegweisende System-Alternative in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie öffentlichen und gewerbliche Gebäuden durchzusetzen.
Auch im Segment Water Management setzt das Unternehmen forciert auf technische Innovation. Die Bereitstellung einer flächendeckenden Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung für die gesamte Weltbevölkerung zähle zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. In diesem Sinne investiere man an mehreren internationalen Standorten massiv in Forschung und Entwicklung, um die deutlich steigende Nachfrage nach effektiven Problemlösungen mit neuen, ökonomisch und ökologisch überzeugenden Systemen bedienen zu können.
Bei der Investitionspolitik habe der Hersteller angesichts der unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen Zurückhaltung geübt und sich auf strategische Bereiche konzentriert. Insgesamt wurde das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 24,1 % auf 39,7 Mio. Euro reduziert. Im Mittelpunkt standen dabei Sachanlagen in Kapazitätserweiterungen, Produktivitätsverbesserungen und den Ausbau der vorhandenen Vertriebsstandorte.
Ausblick 2010 Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Wilo-Vorstand „moderat zuversichtlich“. Die Wilo-Gruppe sei international gut aufgestellt, um auch das Jahr 2010 mit allen seinen im Vergleich zu den Vorjahren verschärften gesamtwirtschaftlichen und unternehmerischen Unwägbarkeiten und Risiken zu meistern. Dafür habe die seit Jahren verfolgte Geschäftspolitik, Innovationen und Technologien zu forcieren, ebenso wichtige Voraussetzungen geschaffen wie die internationale Marktpräsenz. Da eine erneute Zuspitzung der globalen Wirtschaftskrise derzeit nicht ausgeschlossen werden könne, seien entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen worden. Auch weiterhin werde man ständig unterschiedliche Szenarien möglicher Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise analysieren und kurzfristig Gegenmaßnahmen zur Milderung eventueller negativer Effekte entwickeln.
Die als Bestandteil der neuen Unternehmensstrategie veränderte regionale Vertriebsstruktur werde zusätzlich durch die verstärkte Ausrichtung auf die drei Marktsegmente zu noch mehr Markt- und Kundennähe führen. Und die Untergliederung dieser Marktsegmente in kundenspezifische Subsegmente werde noch kürzere Reaktionszeiten sicherstellen. Die interne Performance soll 2010 weiter verbessert werden. Dabei liege der Fokus auf der Verschlankung der Prozesse, der Senkung der Produktions- und Gemeinkosten sowie der effizienteren und flexibleren Gestaltung des Supply-Chain-Managements.
Dem zum 1. Mai 2010 komplettierten Wilo-Vorstand gehören folgende Mitglieder mit folgenden Zuständigkeiten an:
- Dipl.-Oec. Oliver Hermes, Sprecher des Vorstands, Ressort Finanzen, Controlling und Personal
Vor dem Hintergrund der leicht positiven Konjunkturprognosen und des sich erholenden Wirtschaftsklimas erwartet der Wilo-Vorstand für 2010 eine Steigerung des Konzernumsatzes um rund 5 %. Das Wachstum solle vor allem in Westeuropa und Asien generiert werden. Dagegen werde die EBIT-Marge infolge überproportional steigender Vertriebs- und Verwaltungsanforderungen zur Verbesserung der Infrastrukturen in Wachstumsmärkten, bereits vereinbarter Tariferhöhungen und Projektkosten zur Effizienzsteigerung in unterschiedlichen Bereichen voraussichtlich unter dem Wert des Jahres 2009 bleiben.
Der Vorstand schloss seinen Ausblick mit folgendem Statement aus dem Unternehmensleitbild: „Als 1872 gegründetes Familienunternehmen bekennen wir uns zum Standort Deutschland, zur sozialen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen und zur Vertriebspartnerschaft mit SHK-Großhandel und -Handwerk. Die starke Marke Wilo steht für technischen Fortschritt und wird gestützt von den gesellschaftlich relevanten Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.“ Download
Nortkirchenstraße 100 44263 Dortmund T 0231 4102-0 F 0231 4102-7575 wilo@wilo.com
Kontakt:
Presseinformationen für das Segment Building Services Anne Frentrup
WILO SE F 0231 4102-7558 |
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