Dezentrales Pumpensystem „Wilo-Geniax“ in innovativer Forschungslandschaft im Einsatz
Zukunftstechnologien im inHaus2 in Duisburg
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Das inHaus2 ist Teil des Fraunhofer-inHaus-Zentrums in Duisburg, einer europaweit einzigartigen „Innovationswerkstatt anwendungsorientierter und marktnaher Forschung für intelligente Raum- und Gebäudesysteme“. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf Technologien, Produkten und Anwendungen in Nutzimmobilien. Durch die fachübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Hersteller von unterschiedlichen Komponenten sollen einfach zu installierende und zu vernetzende Technologien entwickelt werden. Ziel sind zukunftsorientierte „Smart-Building“-Lösungen, die den Energieverbrauch und die Kosten reduzieren, die Sicherheit erhöhen und den Aufwand beim Facility Management senken. Im Mittelpunkt steht dabei im inHaus2 die Rationalisierung von Anwendungsprozessen z.B. in den Bereichen Health & Care, Hotel & Veranstaltung sowie Office.
Systeme für Pflegebereich, Hotels und Büroausstattung
Im Geschäftsfeld „Hotel & Veranstaltung“ stehen Komfort und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt ist dabei das „FutureHotel“, ein Hotellabor zur Untersuchung neuer Konzepte und Produkte für die Hotellerie z.B. in Form einer innovativen Raum- und Gebäudegestaltung. Ein weiteres Projekt heißt „FlexibleLab“ und steht für ein Hotelzimmer, das sich „auf Knopfdruck“ für unterschiedliche Nutzungsszenarien umgestalten lässt. So können auf der selben Fläche z.B. unter der Woche zwei Zimmer an Businessgäste vergeben, bei Bedarf ein kleines Konferenzzimmer generiert oder am Wochenende eine Familiensuite angeboten werden.
Optimierungspotenziale in Bezug auf die Arbeitsinfrastruktur schließlich untersucht das inHaus-Geschäftsfeld „Office & Service“. Hierfür wurde eine vielseitige Forschungsplattform geschaffen, um zusammen mit Partnern leistungsfähigere Arbeitssysteme zu entwickeln.
Energieeffizienz in Nutzimmobilien
Das Dezentrale Pumpensystem „Wilo-Geniax“, das in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS entwickelt wurde, kommt im inHaus2 an Heizkörpern auf drei Etagen zum Einsatz. Es ist mit mehreren Miniaturpumpen an den Heizflächen bzw. Heizkreisen eine interessante Alternative zum klassischen Systemaufbau mit Thermostatventilen. Die herkömmliche „Angebotsheizung“ mit zentraler Heizungspumpe wird durch eine „Bedarfsheizung“ abgelöst – gepumpt wird nur, wenn Wärme benötigt wird. Eine zentrale Steuerungsintelligenz, der so genannte „Geniax-Server“ hält das Heizungssystem jederzeit im hydraulischen Optimum und macht es insgesamt präziser, schneller und energieeffizienter. Die Temperatursteuerung erfolgt für jeden Raum über Raumbediengeräte und ein intuitives, leicht erlernbares Bedienkonzept.
„Wilo-Geniax“ ermöglicht eine Senkung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich 20 %. Dies wurde nicht nur durch umfassende Simulationen der TU Dresden im Rahmen der Entwicklungs- und Pilotphase ermittelt, sondern konnte aktuell auch durch Vergleichsmessungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik IBP bestätigt werden. Die durch Fraunhofer-IBP nachgewiesenen Einsparpotenziale wurden Anfang März 2010 durch den TÜV Rheinland zertifiziert.
Entwicklung neuer Systemschnittstellen
Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus, Leiter des Fraunhofer-inHaus-Zentrums Technik und Innovation verspricht sich von „Wilo-Geniax“ Lösungsansätze für die Senkung des verhaltensabhängigen Energieverbrauchs in Gebäuden: „Zu den Arbeitsschwerpunkten des inHaus2 gehört die Systemintegration. Deshalb passt ’Wilo-Geniax’ hervorragend in unser Konzept. Neben einem Einsparpotenzial von bis zu 24% bei Büro-Neubauten erwarten wir ganz konkret eine verbesserte Raumtemperaturregelung.“
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