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Pressemitteilung - Dortmund, 16.07.2010


Gezielte Unterstützung für hohe Innovationskraft
Ulla Burchardt (MdB) bei der WILO SE in Dortmund
Dortmund. Der Bereich Forschung und Entwicklung stand am Freitag, 16. Juli 2010, im Mittelpunkt eines Informationsbesuches der Dortmunder Bundestagsabgeordneten Ulla Burchardt (SPD) bei dem in ihrem Wahlkreis ansässigen Traditionsunternehmen WILO SE. In ihrer Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung konnte sie sich bei dem Pumpenspezialisten aus erster Hand überzeugen, wie Fördermittel zusätzliche Impulse bei der raschen Realisierung erfolgreicher Innovationen geben können. Ein Beispiel ist die Entwicklung des neuen Dezentralen Pumpensystems „Wilo-Geniax“. Ulla Burchardt, die Dortmund seit 20 Jahren im Bundestag vertritt, hat die Entwicklung des Unternehmens als Innovationsführer seiner Branche seither kontinuierlich verfolgt und engagiert begleitet.

 

Im Beisein des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderung, Udo Mager, gaben führende Unternehmensvertreter der Ausschussvorsitzenden einen Überblick zu den Aktivitäten der vergangenen Jahre. So richtete Dr. Holger Krasmann, Vorstand Technik und Produktion der WILO SE, zunächst den Blick auf das sehr erfreuliche Wachstum der Wilo-Gruppe seit 1995, als die Bundestagsabgeordnete sich zuletzt persönlich informiert hatte. So sei das Unternehmen, das am Stammsitz Dortmund zurzeit rund 1.100 Mitarbeiter beschäftigt, auch dank seiner Innovationskraft in dieser Zeit etwa um den Faktor 2,5 gewachsen. Dies gelte sowohl für die Mitarbeiterzahl und die Zahl der internationalen Standorte als auch für den Umsatz. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 6.000 Mitarbeiter in über 70 Ländern. 2009 betrug der Umsatz 926 Mio. Euro. Wilo sei heute einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, die Wasserversorgung sowie die Abwasserbehandlung und -entsorgung, so Dr. Krasmann.

 

„Getreu der Tradition unseres fast 140 Jahre jungen Unternehmens verdanken wir einen wesentlichen Teil unseres Wachstums unserer Innovationskraft, die stets konsequent an den internationalen Kunden- und Marktbedürfnissen orientiert war und auch heute noch ist“, hob der Wilo-Vorstand hervor. So habe man beispielsweise 2001 mit der Baureihe „Wilo-Stratos“ die erste Hocheffizienzpumpe für Heizung und Klima auf den Markt gebracht, die Entwicklung habe durch die Fördermittel des Bundes beschleunigt erfolgen können. „Diese Pumpen bieten ein Stromsparpotenzial gegenüber ungeregelten Pumpen von rund 80 %, ihr flächendeckender Einsatz kann weltweit zu enormen Stromeinsparungen führen“, so Dr. Krasmann. „Hocheffizienzpumpen, die vor knapp zehn Jahren ‚nur‘ eine vielbeachtete Innovation waren, sollen ab 2013 europaweiter Standard in der Gebäudetechnik werden“, verwies er auf die wegweisende Bedeutung der damaligen Entwicklung.

 

Jürgen Resch, Leiter der Business Unit Wilo-Geniax der WILO SE, präsentierte der Ausschussvorsitzenden als Beispiel für die hohe Innovationskraft des Unternehmens das Dezentrale Pumpensystem „Wilo-Geniax“. Mit dieser Innovation – so Resch – trete Wilo-Technik jetzt den Weg in die Wohn- und Arbeitsräume an. Bei dem weltweit ersten Dezentralen Pumpensystem kommen statt herkömmlicher Thermostatventile Miniaturpumpen zum Einsatz.

 

Ausgangsidee sei die Weiterentwicklung der bisherigen „Angebotsheizung“ mit einer zentralen Heizungspumpe zur „Bedarfsheizung“ gewesen, deren dezentrale, an den Heizkreisen bzw. Heizflächen angebrachte Miniaturpumpen nur aktiviert werden, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. Im Laufe der komplexen Entwicklung seien 32 Patente angemeldet worden. „‚Wilo-Geniax’ erfüllt alle Voraussetzungen, um sich langfristig als ökonomisch und ökologisch wegweisende System-Alternative in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie öffentlichen und gewerblichen Gebäuden durchzusetzen“, so Resch. Ein vom TÜV Rheinland verliehenes Zertifikat für eine mehrmonatige Vergleichsmessung des Fraunhofer Instituts für Bauphysik IBP belege, dass sich hiermit in einem Einfamilienhaus 20 % Heizenergieeinsparung und 50 % Stromeinsparung beim Pumpenbetrieb im Vergleich zu einem identischen Haus mit hydraulisch abgeglichenen Thermostatventilen erzielen lassen.

 

Im Zusammenhang mit dem Dezentralen Pumpensystem verwies Bundestagsabgeordnete Ulla Burchardt auf eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des für die Förderung der neuen Technologie zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums. Ihr zufolge habe sich die Förderung von „Wilo-Geniax“ bereits „amortisiert“, da der direkte und indirekte volkswirtschaftliche Nutzen in Form von Arbeitsplätzen und Auftragsvolumina bereits höher sei als die eingesetzten öffentlichen Mittel. Nach dem erfolgreichen Beispiel der Hocheffizienzpumpe „Wilo Stratos“ wünschte sie auch dem Dezentralen Pumpensystem, dass es sich in den nächsten Jahren auf dem deutschen Markt und international durchsetze und ebenfalls zu einem wichtigen Standard in der Baupraxis werde.

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