Sportförderung

Borussia Dortmund

Als Champion Partner und tief in der Region verwurzeltes Unternehmen freuen wir uns mit allen Fans der Schwarz-Gelben über die großen Erfolge und die begeisternden Spiele des BVB. Mit 140 Jahren Erfahrung in deutscher Ingenieurstradition wissen wir, dass man mit Begeisterung für Technik, Qualitätsanspruch und Hochleistung anderen voraus ist – auf dem Rasen genauso wie darunter. Deshalb sind wir besonders stolz, der Mannschaft z. B. mit Pumpen für die Rasenheizung den Boden für ihr leidenschaftliches Spiel zu bereiten und den Verein auch bei der Nachwuchsförderung und Fachkräfterekrutierung zu unterstützen.

04.05.2015 BVB News

BVB im Pokalfinale

Doch noch ein Feiertag in Berlin
Als Nationaltorwart Manuel Neuer seinen Elfmeter nur gegen die Querlatte des Dortmunder Tores donnert, gibt es kein Halten mehr. In diesem Moment steht fest: Die Glücksgefühle bei der Borussia sind riesengroß, diese Nacht mit dem 1:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung und dem 2:0 im Elfmeterschießen beim alten und neuen Meister Bayern München wird in die Geschichte des DFB-Pokals und die BVB-Historie  eingehen. Trainer Jürgen Klopp wird nun wieder zum Emotionsvulkan. Er springt von der Trainerbank und rennt in einem Supersprint zu seinen Spielern. Die Mannschaft hat seine große Zeit beim BVB um eine Woche verlängert.

Kloppos Abschiedsspiel bei der Borussia bekommt in diesem Moment einen höchst würdigen Rahmen: Aus dem Pokalendspiel in Berlin am 30. Mai gegen den VfL Wolfsburg wird Dortmund einen Feiertag machen; der Erfolgstrainer wird nach sieben Jahren seine Zeit beim Ballspielverein Borussia 09 Dortmund mit einem großem Triumph krönen können. Danach wird die Zeit des neuen Trainers Thomas Tuchel beim achtmaligen Deutschen Meister beginnen.

„Das war ein ganz, ganz großer Abend. Ich wollte unbedingt in dieses Finale. Wir haben es erreicht gegen diesen unfassbaren starken Gegner“, freute sich der überglückliche Klopp. Weltweit wurde ihm nach diesem packenden Fußballspiel und noch am Tag danach Bewunderung gezollt für seinen Sprint im Stil von Weltrekordler Usain Bolt. Das Bild, wie er mit BVB-Kappe in voller Konzentration am betrübt dreinblickenden Bayern-Coach Pep Guardiola vorbei raste, hinterließ großen Eindruck. Dieser Trainer sei in seine Art seine Gefühle auszuleben, einfach einzigartig, lauteten die Reaktionen der globalen Netzgemeinde. Alle Dortmunder wissen dies schon viel länger. Und sie wissen auch, dass sie Jürgen Klopp vermissen werden, der zwölf Tage zuvor überraschend seinen Abschied vom BVB angekündigt hatte. Aber die noch größere sportliche Leistung als der Supersprinter in der Münchner Nacht brachten seine Spieler, die eine Partie gewannen, die schon verloren schien.

Nun kann eine sehr kompliziert verlaufene Saison, in der das Team bis auf dem letzten Platz der Bundesliga abgesackt war und die Abstiegssorgen bis in den März hinein groß waren, mit einem Titelgewinn noch eine positive Gesamtbewertung erhalten. Riesig ist die Vorfreude auf den Pokalfesttag in Dortmund, unabhängig davon, ob in Berlin zum vierten Mal der „Pott“ geholt werden kann. Beim BVB rechnet man mit mehr als 300.000 Kartenanfragen, aber Dortmund erhält wie Wolfsburg nur rund 21.000 Tickets der insgesamt 77.166 Finalkarten.

Reus: „Wir wollen den Pott nach Hause holen“
Im Halbfinale hatte sich erst langsam ein schließlich hochspannendes Duell entwickelt. Die Bayern waren zwei Tage, nachdem sie ihre 25. Deutsche Meisterschaft eingefahren hatten, zunächst total überlegen und durch Robert Lewandowski (29. Minute) in Führung gegangen. „Das Beste bis zur 70. Minute war, dass wir nur mit 0:1 zurücklagen“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Und Guardiola merkte später an, noch nie hätten die Bayern so gut gegen Dortmund gespielt, seitdem er Regie an der Isar führt. Doch das 1:1 durch Pierre-Emerick Aubameyang (75. Minute) wendete die Partie, wobei die Schwarz-Gelben auch noch den Rückschlag des Platzverweises für Kevin Kampl (108. Minute) verdauen mussten. Im Elfmeterschießen fand das denkwürdige Semifinale dann seinen dramatischen Höhepunkt. Nur mit 2:0, ein extrem ungewöhnliches Ergebnis für eine Elfer-Entscheidung, gewann Dortmund durch die Treffer von Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl.

Die Münchner werden dieses Elfmeterschießen nie vergessen, denn Philipp Lahm, Xabi Alonso, Mario Götze und Manuel Neuer verschossen. Held des Abends in Reihen des BVBs wurde Torhüter Mitch Langerak, der als Vertreter von Roman Weidenfeller die Borussia mit mehreren großartigen Paraden zunächst vor einem zweiten Gegentor während der 120 Spielminuten bewahrt hatte und den Elfmeter von Weltmeister Götze abwehrte. „Heute war unser Tag, auch für mich“, frohlockte der Australier. Ein Schock im eigenen Stadion wie im Finale der Champions League 2012 gegen den FC Chelsea erlebten die Bayern, die entsprechend deprimiert waren, zumal Roman Lewandowski bei einem Zusammenprall mit Langerak einen Nasen- und Kieferbruch erlitt und Arjen Robben sich nur 14 Minuten nach seinem Comeback erneut verletzte.

„Ich hoffe, dass die Fans mich nicht in Berlin verabschieden müssen, sondern dass am nächsten Tag noch was in Dortmund passiert“, sagte Klopp und sprach damit eine mögliche Jubelfahrt mit dem „Pott“ über den Dortmunder Borsigplatz mit zehntausenden, vielleicht sogar hunderttausend Fans an. „Wir wollen den Pott unbedingt wieder nach Hause holen“, versprach Nationalspieler Marco Reus. Der Gegner Wolfsburg hatte es einen Tag später wesentlich leichter, mit einem 4:0 beim Drittligisten Arminia Bielefeld in das Endspiel einzuziehen. Der BVB kann im Olympiastadion den ersten Titelgewinn nach dem Pokalsieg vor drei Jahren erringen. Damit wäre die Mannschaft zu Klopps Abschied, auch ganz sicher für die Europa League qualifiziert. Die Europacup-Teilnahme ist aber auch noch über die Bundesliga zu erreichen, wenn das Team in der Bundesliga Siebter wird – selbst wenn sie das Endspiel verliert, aber woran in Dortmund niemand denken möchte.