Sportförderung

Borussia Dortmund

Als Champion Partner und tief in der Region verwurzeltes Unternehmen freuen wir uns mit allen Fans der Schwarz-Gelben über die großen Erfolge und die begeisternden Spiele des BVB. Mit 140 Jahren Erfahrung in deutscher Ingenieurstradition wissen wir, dass man mit Begeisterung für Technik, Qualitätsanspruch und Hochleistung anderen voraus ist – auf dem Rasen genauso wie darunter. Deshalb sind wir besonders stolz, der Mannschaft z. B. mit Pumpen für die Rasenheizung den Boden für ihr leidenschaftliches Spiel zu bereiten und den Verein auch bei der Nachwuchsförderung und Fachkräfterekrutierung zu unterstützen.

22.01.2015 BVB News

Der BVB schöpfte in La Manga neuen Mut

Die Mannschaft und ihr Trainer beendeten das Trainingslager an der Costa Calida mit neuem Mut. An der „heißen Küste“, wie die Region in der Provinz Murcia in Spanien genannt wird, lief sich Borussia Dortmund warm für das erste Halbjahr 2015. Nach der so unglücklich verlaufenen Bundesliga-Hinrunde wurden viele Fortschritte erzielt, die aber leider von einigen frustierenden Entwicklungen begleitet wurden. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist überzeugt, dass mit dem Rückrundenstart am 31. Januar bei Bayer Leverkusen und dem direkt anschließenden Heimspiel gegen den FC Augsburg (Mittwoch, 4. Februar) eine Wende eingeleitet werden kann. „Das ist eine ganze andere Geschichte als im Sommer nach der Weltmeisterschaft. Die Mannschaft macht eine guten Eindruck und wirkt sehr fokussiert.“

Nach neun Tagen mit idealen Trainingsbedingungen und frühlingshaften Temperaturen im La Manga Club und den beiden 1:0-Siegen in den Tests gegen den FC Sion und Steaua Bukarest schaltete Jürgen Klopp auf Kampfmodus. „Die Parole für die zweite Halbserie heißt: Nur der BVB. Jeder hat alles zur Verfügung zu stellen und wenn es gebraucht wird, auf den Platz zu bringen“, erklärte der Trainer nach den ersten Übungseinheiten daheim in Dortmund. Der 47-Jährige stufte die eineinhalb Wochen am Mittelmeer positiv ein. „Erstmals in dieser Saison konnten wir so richtig zusammenarbeiten. In der siebenwöchigen Vorbereitung im Sommer hatten wir nicht so viele Trainingseinheiten zusammen wie in Spanien. Von daher habe ich das Gefühl: Es geht jetzt richtig los! Alle sind maximal in der Spur und bauen Selbstvertrauen auf.“ Auf seine eigene Person bezogen hatte der gebürtige Schwabe in La Manga gesagt: „Mein Akku ist voll.“ Dass keine leichte Aufgabe auf ihn und seine Spieler wartet, um von Platz 17 wieder möglichst weit in der Bundesliga nach vorne zu stoßen, weiß er genau.

Kevin Kampl: „Der Ribery aus Salzburg“
Marco Reus und Sokratis, die wegen Verletzungen in den letzten Spielen des Jahres 2014 fehlten, machten große Fortschritte. Auch Adrian Ramos und Henrikh Mkhitaryan konnten ihre Trainingsintensität steigern. Zudem hinterließ ein Neuzugang einen guten Eindruck. Mit Kevin Kampl, einen in Solingen geborenen Stürmer, wurde von Red Bull Salzburg ein Profi verpflichtet, auf den viele Topklubs ein Auge geworfen hatten. „Der Ribery aus Salzburg“, so bezeichnete die „Süddeutsche Zeitung“ den Mann, der auch für die slowenische Nationalmannschaft spielt. Sehr wendig, sehr trickreich und torgefährlich - mit diesen Eigenschaften soll Kevin Kampl dazu beitragen, dass die Krise in der nationalen Meisterschaftsrunde beendet wird und in der Champions League gegen den italienischen Champion Juventus Turin (24. Februar auswärts / 18. März im Signal-Iduna-Park) sowie im DFB-Pokal beim Drittligist Dynamo Dresden (Dienstag, 3. März) die Viertelfinals erreicht werden. Der 24-Jähirge soll die offensive Schlagkraft erhöhen. Sein Leistungsnachweis von 18 Tore und 34 Tor-Vorlagen in 74 Einsätzen in der österreichischen Bundesliga sind ein Qualitätsnachweis. „Ich glaube, dass Marco Reus und ich uns sehr gut ergänzen können“, sagte Kampl, der bei Bayer Leverkusen ausgebildet wurde, aber als Kind ein großer BVB-Fan war („Mein ganzes Zimmer war schwarz-gelb“).

Doch bei allem Optimismus über die Fortschritte entstanden auch neue Sorgen. Das Lazarett des BVB bleibt tragischerweise gut gefüllt, das Verletzungspech der Hinrunde setzte sich fort. In La Manga fielen mit Erik Durm (Muskelfaseriss) und Kevin Großkreutz (Sprunggelenk) zwei Weltmeister aus. Zuvor hatte sich bereits Nationalspieler Sven Bender das Knie verdreht und musste sich einer Meniskusoperation unterziehen. Dann erwischte es auch Sebastian Kehl, der gegen Bukarest eine Schultereckgelenksprengung erlitt. „Hast du kein Glück, kommt noch Pech dazu.“ Der ironisch gemeinte Fußballer-Spruch traf auf die Szene zu, die dazu führte, dass der Routinier einige Wochen ausfallen wird. Sebastian Kehl war mit Teamkollege Mats Hummels nach einem Eckball zusammengeprallt. „Diese Verletzung hätte ich wirklich nicht gebraucht. Der Zeitpunkt ist richtig bitter“, sagte Sebastian Kehl.

Nicht optimal war es zudem, dass drei Spieler abwesend waren, weil sie mit ihren Nationalmannschaften an Kontinentalmeisterschaften teilnehmen mussten. Torwart Mitchell Langerak mit Australien und Shinji Kagawa mit Japan waren beim Asien-Cup, Pierre-Emerick Aubameyang spielte mit Gabun beim Afrika-Cup. Klopp gab dafür Talenten die Chance, sich im Trainingslager zu empfehlen. In den Fokus rückte der 16-jährige Felix Passlack, der wegen seiner Klasse von einigen Medien schon als „neuer Götze“ tituliert wurde.

Hummels, „Kuba“ und Weidenfeller mit Aufwärtstrend
Im Hotel Principe Felipe und auf der weitläufigen Anlage des Resorts mit acht Fußballplätzen nahmen die Spieler die kommenden Aufgaben in den Blick. Dazu gehörte aber auch noch einmal die Rückschau auf die komplizierte Phase nach der WM. Mats Hummels erklärte, dass die Mannschaft zum Ende der Hinrunde einige Schwierigkeiten hatte, durchgehend mit Selbstvertrauen zu agieren. „Das war ersichtlich. Gegentore haben uns ziemlich aus der Bahn geworden“, erklärte der Verteidiger, der selbst mit etlichen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Aber nach 16 Tagen Urlaub und der Zeit an der Costa Calida ist auch er zuversichtlich. „Das Niveau im Training, die Bereitschaft jedes Einzelnen und die technischen Fähigkeiten, die alle mitbringen, sind sehr hoch“, sagte Mats Hummels, der wieder Bestform bringen will. Das zeichnet sich auch bei anderen ab.

„Ich bin wieder bei fast 100 Prozent“, sagte Jakub Blaszczykowski, der in der Hinrunde erst am Schluss nach halbjähriger Verletzung zurückkehrte. Und neben „Kuba“ darf sich ein anderer Hoffnung machen, dass er seinen Stammplatz zurück erobert. Roman Weidenfeller bot gute Leistungen in den Testspielen. Vielleicht auch weil Mitch Langerak beim Asien-Cup für Australien in drei Gruppenspielen nur auf der Einsatzbank saß, hat Weidenfeller wieder die Nase im internen Konkurrenzkampf der Torhüter vorne. „Manchmal kann man auch ein Gewinner sein, wenn man nicht spielt. Das war bei Roman der Fall“, sagte Jürgen Klopp zu der Phase vor Weihnachten, als Roman Weidenfeller den Platz zwischen den Pfosten dem jungen Australier überlassen musste. Ab 31. Januar heißt es für alle Borussen: Mit frischen Mut die Bundesliga von unten aufrollen.