Sportförderung

Borussia Dortmund

Als Champion Partner und tief in der Region verwurzeltes Unternehmen freuen wir uns mit allen Fans der Schwarz-Gelben über die großen Erfolge und die begeisternden Spiele des BVB. Mit 140 Jahren Erfahrung in deutscher Ingenieurstradition wissen wir, dass man mit Begeisterung für Technik, Qualitätsanspruch und Hochleistung anderen voraus ist – auf dem Rasen genauso wie darunter. Deshalb sind wir besonders stolz, der Mannschaft z. B. mit Pumpen für die Rasenheizung den Boden für ihr leidenschaftliches Spiel zu bereiten und den Verein auch bei der Nachwuchsförderung und Fachkräfterekrutierung zu unterstützen.

06.01.2015 BVB News

Achterbahnfahrt bis zur Winterpause

Mit dem besten Gruppen-Ergebnis in der Champions League, aber in der Bundesliga plötzlich das Schlusslicht: Borussia Dortmund erlebte im zweiten Halbjahr 2015 ein unglaubliches, zuvor nicht für möglich gehaltenes Wechselbad der Gefühle nach einer rasanten sportlichen Achterbahnfahrt. Mit dem 1:1 gegen den belgischen Meister RSC Anderlecht beendete der BVB am 9. Dezember zum dritten Mal als Erster die Gruppenphase und zugleich mit dem Vereinsrekord von 13 Punkten. Platziert vor dem FC Arsenal, Anderlecht und Galatasaray Istanbul wird der achtmalige Deutsche Meister am 24. Februar 2015 zu Beginn der K.o.-Runde beim italienischen Meister Juventus Turin antreten. Das Achtelfinal-Rückspiel findet am 18. März im Signal Iduna-Park statt.

„Alles ist gut“, sagte Trainer Jürgen Klopp erleichtert. In der Bundesliga hatte seine Mannschaft vier Tage zuvor einen eminent wichtigen Erfolg errungen. Mit dem 1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim wurde der letzte Tabellenplatz verlassen. 137 Spieltage in der langen Liga-Historie war die Borussia Spitzenreiter gewesen, aber diese Statistik war wertlos nach dem Saisonstart - trotz der unter Experten und bei der Konkurrenz weit verbreiteten Prognose, nur der BVB könne Bayern München den Titel streitig machen. Doch nach Ende der Hinrunde, parallel zum guten Abschneiden in der Champions League, fanden sich die Dortmunder in der Meisterschaft nach nur vier Siegen, drei Unentschieden und zehn Niederlagen auf Platz 17 wieder mit nur einem hauchdünnen Vorsprung vor Schlusslicht Freiburg. Es war die schlechteste Saison-Halbzeit seit Jahrzehnten. Nach dem Hoffnungssieg gegen Hoffenheim ging es mit dem 0:1 bei Hertha, dem ordentlichen 2:2 gegen Wolfsburg und dem 1:2 in Bremen wieder bergab. Klopp schonte wenige Tage vor Weihnachten mit einer knallharten Analyse seine Spieler nicht. „Dass wir dastehen wie die Vollidioten, geschieht uns recht.“

„Dass Dortmund so weit unten steht, ist rational gar nicht zu erklären. Gefühlt ist die Borussia trotz des Abgangs von Robert Lewandowski immer noch die zweitbeste Mannschaft in Deutschland“, sagte Rudi Völler, der Sportdirektor von Bayer Leverkusen und ehemaliger Teamchef der deutschen Nationalmannschaft. Und nicht nur der BVB-Anhang, sondern Millionen Fußball-Fans in Deutschland rieben sich verwundert über die Negativentwicklung der Schwarz-Gelben die Augen.

„Es war eine unfassbare Abfolge“, schilderte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Saisonverlauf. Eine beispiellose Verletztenmisere, die Formtiefs von Spielern wegen der Dauerbelastung nach dem Ausfall von Stammkräften, aber auch Pech in vielen überlegen geführten, aber dennoch verlorenen Partien waren die Gründe für den Leistungsabfall und für die schlechten Ergebnisse. Und auch der Hinweis, dass Bayern München zweimal hintereinander tragende Säulen aus dem BVB-Gebilde gerissen hatte - erst Mario Götze (2013) und dann Robert Lewandowski (2014) - verdient bei der Analyse für den Abschwung nochmals eine Erwähnung.

Woche für Woche eine andere „Notelf“
„Wir sind mit der Krise gut umgegangen, wir haben nichts beschönigt und uns der Situation gestellt. Und das Vertrauen, das die Fans der Mannschaft gegeben haben, wirkt“, sagte Watzke. Alle im Verein behielten in den Zeiten der Komplikationen die Ruhe. Während die Mannschaft Woche für Woche mit einer neuen „Notelf“ aufgrund der personelle Ausfälle um Punkte kämpfte, blieben Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Klopp besonnen. Doch die Nervosität wuchs dennoch. Auch in der großen Krise blieb Borussia Dortmund ein großes Medienthema.

Als der Klopp von einigen Medien in Frage gestellt wurde, betonten Watzke und Zorc, dass den Vermutungen, seine Dienstzeit beim BVB neige sich dem Ende entgegen, jegliche Grundlage fehle. Der Trainer leide mit seiner Mannschaft, erklärte Watzke, aber in seinen Handlungen sei er so konsequent und abgeklärt wie in den Meisterjahren 2011 und 2012. Der Trainer, die Mannschaft, die Klubführung und der gesamte Verein rückten noch enger zusammen. Eine starke Geste gab es vor dem Spiel gegen Hoffenheim: Die rund 350 Mitarbeiter der Geschäftsstelle zeigten den BVB-Profis symbolisch ihren Rückhalt, indem sie T-Shirts unterschrieben, die die Spieler unter ihren Trikots trugen. Und Klopp beteuerte immer wieder, dass er niemals einen Rücktritt in Betracht ziehen würde.

Keine andere Bundesliga-Mannschaft hatte so viele Ausfälle zu verkraften wie die Borussia. Weltmeister Mats Hummels kam müde vom Titelgewinn in Brasilien zurück und musste in der Hinrunde gleich dreimal aussetzen wegen Blessuren (Knie,  Beckenschiefstand, Bänderdehnung). Ein wahres Drama spielte sich um Marco Reus ab. Kaum war er wiedergenesen vom Syndesmosebandriss, der ihn um die WM-Teilnahme gebracht hatte, setzte ihn ein im Test-Länderspiel gegen Argentinien erlittener Bänderriss im Sprunggelenk außer Gefecht. Dann stoppte den Offensivspieler ein Knochenödem, anschließend wechselte er nach einem brutalen Foul eines Paderborners mit einem Bänderriss im Sprunggelenk wieder lange in den Krankenstand. Sokratis erlitt einen Wadenbeinbruch, Marcel Schmelzer einen Handbruch, Oliver Kirch einen Muskelbündelriss. Sebastian Kehl, Lukasz Piszczek und Sven Bender fehlten mehrfach wegen verschiedener Verletzungen. Dong-Won Ji plagte eine Muskelverletzung, der ein Meniskusschaden folgte. Henrikh Mkhitaryan verlor durch einen Bänderriss im Fuß erst seinen Rhythmus und dann seine Torgefährlichkeit.

Die Warteschlange bei den Ärzten und Physiotherapeuten der Borussia wurde nie kürzer. Dabei musste die medizinische Abteilung schon an der Grenze der Belastbarkeit arbeiten, um Ilkay Gündogan nach einer einjähriger Zwangspause, Jakub Blaszczykowski nach mehr als 300 Ausfalltagen und Nuri Sahin nach einem halben Jahr wieder zur vollständigen Fitness zu verhelfen. Ständig musste Klopp neue Startformationen aufstellen. Diejenigen, die spielen konnten, taten alles, um dem Verein wieder auf die Erfolgsspur zurückzuführen - doch zu oft ohne den Lohn von drei Punkten. Im sportlichen Dilemma ging eine wirtschaftliche Erfolgsmeldung etwas unter: 2005 noch von der Insolvenz bedroht, ist Borussia Dortmund laut Geschäftsführer Watzke mittlerweile schuldenfrei und finanziell kerngesund. Und im Jahr 2015 soll es auch in der Bundesliga wieder aufwärts gehen. Auch in den Achtelfinals der Champions League und des DFB-Pokals, wo Dynamo Dresden Anfang März der nächste Gegner ist, will der BVB wieder angreifen.